Am langen Wochenende (es war Torf-stech Montag) sind wir mit 7 Leuten und 3 Autos nach Northarm, einer kleinen Siedlung im norden der Insel gefahren in eine Art Ferienhaus und wollten eigentlich Fischen und wandern gehen. Ausserdem hatten wir Massen zu Essen und, wichtig, trinken dabei. Leider war das Wetter fürchterlich. Als wir Sonntag morgen, nach einer langen und netten Nacht aufwachten, hatte es geschneit!
Wir haben uns entschieden uns auf die Suche nach den Pinguinen und dem "legendären" Strand Bullpoint zu machen, nachdem andere Wochenendgäste aus der Siedlung (zufällig Bekannte aus Stanley) uns am Abend vorher davon berichtet hatten dass sie dorthin wollten (und das fischen war eh erfolglos gewesen). Also haben wir tagesverpflegung (Brötchen, Kekse, Wein und Bier) gepackt und sind mit 2 der Rover losgefahren. Straßen enden in Northarm, danach gibt es nur noch "Track" off-road... aber es macht wahnsinns spass und ist sehr holprig und wackelig. Nach einer Stunde steckte das erste Auto (natürlich das mit den Männern) fest, und wir mußten sie retten. Nach einer weiteren Stunde kamen wir zu "Fanny Cove" Haus, einem kleinen gemütlichen Haus mit Torfofen und ohne elektrizität in der Mitte von nirgens, ursprünglich wollten wir da das Wochenende verbringen, aber leider war das Wasser noch nicht angeschaltet. 50 m weiter, und es machte "rumms"... unser Rover steckte fest in einem Loch (im Wasser)!!!
Versuche den Rover mit Hilfe des anderen Rovers aus dem Loch zu ziehen scheiterten. Dann haben wir überlegt zum Haus zu gehen um Bretter zu holen um den Wagen aufzubocken und die Räder zu befreien. Der andere Wagen machte sich auf den Rückweg zum Haus, und zack, auf der Hälfte der Strecke steckte er fest!!! Und wir hatten keinen Rover mehr übrig um den anderen rauszuziehen.
Also haben wir es mit schieben versucht, wir haben den Wagenheber benutzt um ein Rad aus dem Loch zu befreien und das Rad mit Steinen, Brettern und Torf unterbaut... wieder schieben, nichts ging... schließlich hatten wir alle 4 Räder "unterbaut! Und nichts ging. Wir stellten uns auf eine Nacht in Fanny Cove ein, es hätte ja schlimmer sein können, wir hätten mitten im Nirgens, ohne Haus sein können, und ich hatte ein einziges Streichholz!!!! (Für den Torfofen). Wir hatten dummerweise auch keinen Schlafsack oder ähnliches, und den ganzen Tag war es kalt, Hagel, regen und Wind. Irgendwann gingen Jen und ich zum anderen Auto und fingen an Brötchen zu machen und das Essen zu rationieren. Als wir zurückkamen eine gute und eine schlechte Nachricht: Duncan hatte es geschaft den Rover aus dem Loch zu befreien, die schlechte: er wollte was auch immer tun und ist gleich wieder rückwärts ins Loch rein!!!
Und dann die Rettung!!! Die Bekannten vom Agriculture department kamen mit 3 Rovern über den Hügel... wir hatten längst nicht mehr daran gedacht dass sie überhaupt nach Bullpoint gefahren sind. Sie waren besser vorbereitet und mit gemeinsamen Aufwand waren wir nach ca 40 min alle im Konvoi auf dem Rückweg zur Siedlung... was für ein Sonntag- 5 Stunden im Nirgens festgesessen!!!
Jedenfalls war der Sonntagsbraten fertig als wir nach Hause kamen, und er war um so leckerer!
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment